Bildung, Arbeit und Innovation

Gute Bildung und Innovation gehören zu den wichtigsten Ressourcen der Schweiz und des Kantons Bern. Dazu gilt es, Sorge zu tragen. Lebenslange Bildung ist nicht nur der Schlüssel für soziale Sicherheit und eine funktionierende Wirtschaft, sondern auch ein Ziel an sich. Dank Innovationen gelingt es trotz wachsendem internationalen Druck Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu erschaffen. Investitionen in Bildung und familienfreundliche Arbeitsmodelle sind wichtiger für Wirtschaft und lokales Gewerbe als Steuersenkungen.

Frühförderung
Für die gute Bildung und gleiche Startchancen aller Kinder ist Frühf.rderung zentral. Angebote wie das Projekt «Primano» sollen auf den ganzen Kanton ausgedehnt werden. Wichtig für gute Förderung ist ein adäquates Angebot an Kitaplätzen, gute Betreuungsqualität, gut ausgebildetes Personal und bezahlbare Preise.

Bildung
Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf gute Schulbildung und Lernbedingungen. Dazu braucht es genügend gut ausgebildetes Lehrpersonal mit guten Arbeitsbedingungen, integrative Schulmodelle und genügend Mittel. Die Schule ist Lern- und Lebensort mit guter schulergänzender Betreuungsstruktur und fliessenden Übergängen zwischen Bildung und Betreuung. Zur ganzheitlichen Betreuungsstruktur gehören Kitas, Tages- und Ganztagsschulen sowie Ferienbetreuung. Es braucht verbindliche kantonale Grundlagen, um die Betreuungsstrukturen flächendeckend einzuführen und qualitativ weiterzuentwickeln. Ein gutes, bezahlbares Angebot erhöht die Chancengerechtigkeit und erleichtert Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Berufsschulen dürfen nicht der Sparwut zum Opfer fallen, sie sollen vielfältige und umfassende Lehrgänge ermöglichen. Brückenangebote sichern hohe Abschlussquoten und verhindern, dass Jugendliche die Volksschule ohne Anschluss verlassen. Der Kanton braucht ein breites und vielfältiges Bildungsangebot, auch bei Mittel- und Hochschulen, sowie gute und preiswerte Weiterbildungsmöglichkeiten.

Kultur
Als zweisprachiger Kanton muss Bern eine Brückenfunktion zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Kultur wahrnehmen. Kultur braucht Freiräume in Form von Infrastruktur, bezahlbarem oder kostenlosem Raum und finanzieller Unterstützung. Deshalb müssen genügend Mittel für die Kulturförderung zur Verfügung stehen. Die Teilnahme am kulturellen Leben soll der ganzen Bevölkerung möglich sein.

Innovation
Weitläufigkeit und teils gebirgige Landschaft sind typisch für den Kanton Bern. Mit Innovationen kann die positive Entwicklung aller Regionen gelingen. Projekte wie der Innovationspark Biel, das Translationszentrum sitem-insel in Bern oder der ETH-Forschungsstandort Thun sind dafür zentral. Investitionen in nachhaltige Forschung sichern Arbeitsplätze und schaffen neue. Entwicklungen wie die Industrie 4.0 bringen auch grosse Herausforderungen mit sich. Der Kanton muss zusehen, dass sie den Menschen Chancen bringen.

Arbeit
Arbeit muss fair entlöhnt werden, unabhängig vom Geschlecht. Der Kanton soll in Sachen Frauenvertretung in Kaderpositionen und Lohngleichheit als Arbeit- und Auftraggeber sowie Leistungserbringer Vorbild sein und Handlungsmöglichkeiten gegenüber der Privatwirtschaft nutzen. Frauen sind von tiefen Löhnen besonders betroffen, da sie öfter im Billiglohnsektor arbeiten. Die Löhne in diesen Branchen müssen steigen, auch mithilfe eines existenzsichernden Mindestlohns. Der Kanton nutzt mit klugen Investitionen die Digitalisierung für den wirtschaftlichen Erfolg. Gut ausgebildete Arbeitnehmende motivieren Unternehmen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu gehören Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsfähige Regionale Arbeitsvermittlungszentren. Gute Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind zentral. Dafür braucht es eine umfassende Politik, die die Lebensqualität der Kinder und Eltern steigert.

Die 3 Hauptforderungen der SP und von mir sind:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Mehr Investitionen in Bildung und Forschung
  • Existenzsichernder Mindestlohn
 

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