Gesundheit, soziale Sicherheit und Integration

Eine Gesellschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Deshalb braucht es ein besonderes Augenmerk auf die soziale Sicherheit und Gleichheit. Der Kanton Bern muss garantieren, dass alle Menschen hier ein gutes Leben führen können. Die Gesundheit ist ein wichtiger Teil davon. Der Kanton Bern muss sicherstellen, dass alle Regionen Zugang zur medizinischen Grundversorgung haben.

Soziale Sicherheit
Sozialhilfe soll allen Menschen ein würdiges Leben ermöglichen. Die von allen Kantonen vereinbarten SKOSRichtlinien müssen eingehalten werden. Nur so wird garantiert, dass niemand unter dem sozialen Existenzminimum leben muss. Darüber hinaus braucht es gezielte Massnahmen wie zum Bespiel Ergänzungsleistungen, um das Armutsrisiko zu verringern. Dank guten Beratungsangeboten können Menschen in Schwierigkeiten frühzeitig unterstützt werden. Um Armut zu bekämpfen, braucht es gute unterstützende Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel gute und bezahlbare Kinderbetreuungsangebote. Dies erlaubt es auch Alleinerziehenden im Arbeitsmarkt zu bleiben und verbessert die Chancengerechtigkeit von armutsbetroffenen Kindern. Zudem sind existenzsichernde Löhne und gleicher Lohn für gleiche Arbeit für die Armutsbekämpfung, gerade auch im Rentenalter, zentral. Familien, bei denen die Eltern trotz Erwerbstätigkeit die Existenz der Familie nicht aus eigener Kraft sichern können, sollen mit Familienergänzungsleistungen unterstützt werden.

Integration von Ausländerinnen und Ausländern
Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Und wer hier lebt, soll auch mitbestimmen können. Deshalb braucht es das kantonale Stimm- und Wahlrecht für Menschen ohne Schweizer Pass, die seit vielen Jahren in der Schweiz leben, sowie weniger Hürden bei der Einbürgerung. Asylsuchende und Flüchtlinge benötigen Integrationsmassnahmen von Beginn weg.

Medizinische Grundversorgung
Für den Kanton Bern ist die medizinische Grundversorgung allein aufgrund seiner Fläche eine Herausforderung. Da es nicht möglich ist, überall ein Spital zu betreiben, kommt der hausärztlichen Medizin eine sehr wichtige Aufgabe zu. Der Kanton muss Ärztenetzwerke, Gesundheitszentren, Geburtenhäuser und Hebammenstrukturen fördern und dafür sorgen, dass es insbesondere auch in den ländlichen Regionen eine gute Gesundheitsversorgung gibt. Der Kanton muss in die Gesundheitsförderung investieren, denn sie ist die wichtigste Präventionsmassnahme für eine gesunde Gesellschaft.

Gesundheitskosten
Die Gesundheitskosten nehmen stetig zu. Für viele Menschen und gerade für Familien sind sie kaum mehr tragbar. Mit Prämienverbilligungen bei den Krankenkassen kann der Kanton gezielt jene Personen unterstützen, die darauf angewiesen sind. Der Grundsatz muss sein, dass die monatlichen Krankenkassenprämien bei niemandem 10% des verfügbaren Einkommens übersteigen. Ambulante Angebote sollen weiter ausgebaut werden.

Leben im Alter
Die Menschen werden immer älter. Dennoch sollen sie so lange wie möglich selbstständig und unabhängig bleiben. Dazu braucht es die gezielte Förderung von altersgerechtem Wohnen, Anpassungen im öffentlichen Raum und Unterstützung von Diensten wie etwa der Spitex. Angebote für pflegende Angehörige müssen weiter auf-, ausgebaut und den Betroffenen bekannt gemacht werden. Damit ein würdiges Leben im Alter möglich ist, müssen die Renten regelmässig den steigenden Kosten angepasst werden.

Die 3 Hauptforderungen der SP und von mir sind:

  • Sozialhilfe gemäss SKOS-Richtlinien
  • Krankenkassenprämien maximal 10% des verfügbaren Einkommens
  • Selbstständigkeit im Alter erhalten
 

Comments are closed.