Verkehr, Raumplanung und Energie

Der Kanton Bern ist vielfältig und verfügt über ganz unterschiedliche Regionen. Diese nachhaltig zu besiedeln und zu erschliessen ist deshalb eine gewaltige Herausforderung. Dabei gilt es, zu Umwelt und Landschaft Sorge zu tragen. Die einzelnen Regionen sind aufgrund ihrer Stärken und Schwächen gezielt und differenziert zu fördern. Die Anzahl Gemeinden ist durch Fusionen zu reduzieren.

Verkehr
Der Verkehr muss so nachhaltig wie möglich ausgestaltet werden. Es braucht einen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs, damit alle Regionen gut erschlossen sind. Kleinräumig muss der ÖV durch ein attraktives und durchgängiges Fuss- und Velowegnetz ergänzt werden. ArbeitspendlerInnen nehmen vermehrt auch über grössere Distanzen das Velo, deshalb sind Velowege durch überregionale Planungen zu fördern. Auf diese Weise kann zukünftig auf einen weiteren Ausbau der Strasse verzichtet werden. Die Mobilität muss mittelfristig ohne fossile Treibstoffe erfolgen.

Raumplanung
Das Raumplanungsgesetz und der kantonale Richtplan geben die entsprechenden Vorgaben vor, diese müssen strikt umgesetzt werden. Der Kanton Bern soll zukünftig vorab in den Zentren und entlang den Entwicklungsachsen wachsen. In diesen vom ÖV bereits erschlossenen Gebieten soll genügend bezahlbarer Wohnraum entstehen. Insgesamt sollen die Gemeinden primär nach Innen wachsen. Im Gegenzug wird die noch unversehrte Landschaft besser geschützt. Bei der Ortsplanung sollen soziale und gesellschaftliche Bedürfnisse besser berücksichtigt werden. Denn für eine gute Lebensqualität braucht es Quartiere und Dörfer mit einer hohen Grundversorgung und zusätzlichen Freiräumen.

Wohnen
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat nach den grossen Städten auch die Agglomerationen und mittelgrossen Gemeinden erreicht. Hier muss der Kanton Bern die Kommunen unterstützen und gezielte Vorgaben machen. Mit der Förderung von gemeinnützigen Wohnbauträgern und der konsequenten Abgabe im Baurecht kann er Druck vom überhitzten Immobilienmarkt nehmen und so zu mehr günstigen Wohnungen beitragen.

Energie
Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen. Nun braucht es für die Energiewende einerseits zusätzliche Investitionen in erneuerbare Energieträger und andererseits verbindliche Mindeststandards zur Verbesserung der Energieeffizienz. Gerade die Wasserkraft ist für den Kanton Bern eine grosse Chance; aber auch Windenergieprojekte wie etwa im Berner Jura gilt es zu fördern. Bei der Solarenergie sollen die BKW wie auch die lokalen Energieunternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen und privates Engagement unterstützen. Gerade in landwirtschaftlichen Betrieben gibt es hierzu grosses Potenzial.

Umwelt- und Landschaftsschutz
Bei allen Bauprojekten gilt es immer den Umwelt- und Landschaftsschutz zu beachten. Gerade die Biodiversität muss erhalten und gefördert werden. Die schonende Nutzung der Ressourcen verbessert die Qualität der Luft und des Bodens. Insbesondere die Landwirtschaft muss hier in die Pflicht genommen werden und vermehrt auf biologischen Anbau umstellen.

Die 3 Hauptforderungen der SP und von mir sind:

  • Ausbau des öV und der Velowege
  • Förderung von bezahlbarem Wohnraum
  • Investitionen in erneuerbare Energien
 

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